Fragen & Antworten

Alles, was Sie über die Aufforstungsinitiative wissen müssen

Was ist „NRW pflanzt – 1 Million Bäume“?

„NRW pflanzt – 1 Million Bäume“ ist eine Initiative der Robin Gut Stiftung, die das Ziel verfolgt, mit allen Städten und Kommunen in Nordrhein-Westfalen eine Million Bäume zu pflanzen und soziale Nachhaltigkeit zu fördern. Das Projekt fördert nachhaltigen Waldumbau, Biodiversität und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Warum braucht NRW eine solche Aktion?

Der Zustand der Wälder in NRW ist dramatisch schlecht – ein negativer Trend, der bereits seit Jahrzehnten anhält und sich zunehmend verschlechtert. Monokulturen, Klimawandel und Baumkrankheiten bedrohen unsere Wälder massiv. Gleichzeitig wächst auch der Bedarf, soziale Nachhaltigkeit zu fördern und gesellschaftlichen Herausforderungen wie wachsender Ungleichheit, Integration und Bildungsgerechtigkeit zu begegnen.

Genau hier setzt die Initiative an: Sie schafft klimaresistente und artenreiche Mischwälder, die langfristig stabil und gesund sind. Zugleich stärkt sie soziale Projekte, fördert das Gemeinschaftsgefühl und macht unsere Welt damit nachhaltig „enkelfähig“. So entsteht ein lebenswertes Umfeld für heutige und zukünftige Generationen.

Wie kann ich das Projekt unterstützen?

Sie können das Projekt ganz einfach über unser digitales Spendenportal finanziell unterstützen. Darüber hinaus helfen Sie uns sehr, indem Sie Freunden, Bekannten oder Kolleginnen und Kollegen davon erzählen oder das Projekt in sozialen Netzwerken teilen. Jeder Beitrag zählt und trägt dazu bei, nachhaltige Wälder zu schaffen, die soziale Nachhaltigkeit fördern und unsere Welt für kommende Generationen lebenswert machen.

Kommen die 20 Euro vollständig beim Baum an?

Nein, und das sollte auch keine Organisation behaupten. Von Ihrer Spende bezahlen wir den Setzling, die Pflanzung, den Verbissschutz und mehrere Jahre Pflege. Dazu kommen Umweltbildung und Projekte vor Ort sowie die Arbeit dahinter: Flächen finden, mit Kommunen verhandeln, Qualität prüfen, abrechnen. Wer „hundert Prozent kommen an“ verspricht, verschweigt entweder etwas oder finanziert seine Struktur aus anderen Töpfen.

Warum finanziert eine Baumspende auch Schulprojekte?

Weil unser Stiftungszweck von Anfang an beides ist: ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Ein Baum am Waldrand hilft dem Klima. Ein Baum auf dem Schulhof, dazu eine Bank und ein Umweltbildungstag, verändert, wie Kinder auf Natur schauen. Für uns ist das nicht zweierlei.

Bekommen Schulen und Fördervereine Geld von Ihnen?

In der Regel nicht. Wir geben Leistungen statt Geld: ein Pflanzprojekt auf dem Schulhof, eine Begegnungsbank, eine Ladestation, einen Umweltbildungstag. So ist für alle Beteiligten sichtbar, was tatsächlich ankommt.

Kann ich als Unternehmen oder Verein mitmachen?

Ja, Unternehmen, Vereine und andere Organisationen sind herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen oder eigene interne Spendenaktionen durchzuführen. Unsere Baumpflanzaktionen eignen sich hervorragend für nachhaltige Team-Events und bieten vielfältige Möglichkeiten für authentisches Green Marketing und Storytelling. So zeigen Sie transparentes, nachhaltiges Engagement, das in Ihrer Region sichtbar, greifbar und unmittelbar erlebbar wird.

Wo werden die Bäume gepflanzt?

Die Bäume werden vorrangig auf kommunalen Flächen gepflanzt – entweder direkt in Ihrer Stadt oder Gemeinde oder auf gemeinschaftlich genutzten Flächen. Besonders auf sogenannten Kalamitätsflächen oder in gefährdeten Monokulturwäldern, die durch Trockenheit, Stürme oder Schädlingsbefall geschädigt oder besonders anfällig dafür sind.

Welche Baumarten werden gepflanzt?

Gepflanzt werden heimische und klimaresiliente Baumarten wie Rotbuche, Stieleiche, Traubeneiche, Hainbuche sowie ausgewählte Nadelhölzer, um einen widerstandsfähigen Mischwald zu schaffen. Unser Pflanzkonzept passen wir individuell an die regionalen Gegebenheiten, Bodenverhältnisse und standortspezifischen Bedingungen an. Ziel ist es, maximalen ökologischen Nutzen zu erzielen und klimaresiliente, artenreiche Wälder entstehen zu lassen.

Welche Vorteile hat ein Mischwald gegenüber Monokulturen?

Mischwälder sind widerstandsfähiger gegenüber Klimaveränderungen und Schädlingen, da unterschiedliche Baumarten vielfältige Wurzel- und Kronenstrukturen bilden, die den Wald stabilisieren und Sturm- sowie Schädlingsrisiken deutlich minimieren. Sie fördern die Biodiversität, indem sie Lebensräume und Nahrung für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten. Mischwälder leisten außerdem einen wesentlichen Beitrag zur CO₂-Reduktion, da verschiedene Baumarten mit unterschiedlichen Aufnahmezyklen eine stabilere Langzeitspeicherung von CO₂ ermöglichen. Zudem unterstützen sie eine bessere Bodenqualität, Humusbildung und erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit, was insgesamt zu einer gesünderen und nachhaltigeren Waldstruktur führt.

Wie sichert die Initiative den langfristigen Erfolg der Aufforstungen?

Die gepflanzten Flächen werden drei Jahre professionell gepflegt und überwacht. Da die Pflanzungen überwiegend auf kommunalen Flächen stattfinden, sind die Bäume langfristig in guten Händen. Zusätzlich werden lokale Forstämter und erfahrene Pflanzexperten eingebunden, um eine nachhaltige Entwicklung der Waldflächen sicherzustellen.